Achtung: Dieser Beitrag richtet sich leider nicht an unsere Initiative ist allerdings treffend. Verfasser unbekannt !

“Ich möchte Ihnen zunächst zu Ihrer “Basis-Initiative” gratulieren. Ich bin nicht mit allen Berichten einverstanden, aber es ist aus meiner Sicht wichtig, dass sich Mitglieder organisieren und miteinander vernetzen. Und dass auch andere Positionen vertreten werden können und die Mitglieder gegen die inzwischen sehr bedenklichen Strukturen in Nordrhein-Westfalen aufstehen.

Seit 2013 bin ich Mitglied der AfD in Nordrhein-Westfalen und bin vor allem wegen dem Euro- und EU-Wahnsinn eingetreten. Damals waren wirklich sehr gebildete und intelligente Parteifreunde an Bord (gerade auch im Landesvorstand), die sich überwiegend engagiert für die Partei und ihre Ziele eingesetzt haben. Ich selbst konnte mich aus beruflichen Gründen (oft im Ausland unterwegs) leider nicht stark engagieren oder gar selbst ein Amt übernehmen. Die Partei habe ich mehrfach durch Spenden finanziell unterstützt.

Nach dem Essener Parteitag 2015 und der Neuwahlen im NRW-Landesvorstand hat sich ganz offensichtlich sowohl das Bildungsniveau als auch die politische Arbeit in Nordrhein-Westfalen dramatisch verschlechtert. Aus der “Professorenpartei” ist durch den Austritt vieler Mitglieder eher eine “Partei der intellektuellen Proletarier und politischen Puritaner” geworden. Besonders negativ aufgefallen ist mir in den sozialen Medien seit mehreren Monaten ein 70-jähriger (?) “Handwerksmeister” aus dem Ruhrgebiet, der täglich übelste persönliche Hetze verbreitet, ohne intellektuell in der Lage zu sein, auch nur eine politisch sinnvolle Aussage formulieren zu können. Und seine Gattin – neuerdings mit einem Listenplatz in Nordrhein-Westfalen versorgt – schimpft immer kräftig mit. Solche Repräsentanten sind in der Öffentlichkeit einfach nur schädlich.

Schlimm für mich ist, dass sich viele (charakterlich schwache) “Funktionäre” und auch einige Mitglieder offenbar diesem üblen (Umgangs)Stil anschließen. Ein solches Verhalten empfinde ich persönlich als widerlich, abstoßend und ich schäme mich, mit derartigen charakterlosen Menschen in einer Partei zu sein. Dazu sind – neben dem von den Medien in den vergangenen Monaten entlarvten – NRW-Landessprecher und Spitzenkandidat Pretzell vor allem auch viele Hintermänner in den Bezirksverbänden. Diese Parteifreunde sollen ernsthaft die Zukunft unseres Landes sein? Mit diesen Charakteren sollen mit der AfD politische Veränderungen durchgesetzt werden? Solche Personen sollen glaubwürdig für “Ehrlichkeit” oder gar “Rechtsstaatlichkeit” stehen? Wer an solche Märchen glaubt, ist selbst schuld und dem ist wohl nicht mehr zu helfen.

Obwohl die rot-grüne Landesregierung unter Frau Kraft das Bundesland in allen Politikfeldern und den Finanzen heruntergewirtschaftet hat, hört man von der AfD in Nordrhein-Westfalen…… – keinen Ton! Politisches Versagen auf der ganzen Linie. Und wenn man etwas hört, muss man sich wundern, welche flachen und substanzlosen Aussagen – mit kindlichen bunten Bildchen – kommuniziert werden. Der aktuelle Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen, aus dem sich die meisten Mitglieder bereits verabschiedet haben und der gelinde gesagt schon jetzt ein Flop ist, ist für alle Verantwortlichen eine Bankrott-Erklärung. Und jetzt will man mit diesen Leuten auch noch in den Landtag? Wofür? Dort wird wieder nicht politisch gearbeitet, denn warum sollten “Mandatsträger”, die seit 2 Jahren in verschiedenen “Funktionen” politisch keinen Fuß auf den Boden bekommen, plötzlich von der Muse geküsst werden und dauerhaft kompetente, substanzielle AfD-Politik leisten (können)?

Vielmehr ist man in diesem Landesverband permanent mit irgendwelchen persönlichen Gefechten beschäftigt, andere werden persönlich beschädigt und man versucht bei jeder Gelegenheit, mit “Brot und Spielen” (Parteitage) die Mitglieder zu bespassen, um letzten Endes für einige wenige (die angeblich für die Partei “gearbeitet” haben – was eigentlich?) die persönliche Versorgung sicherzustellen, die sie in ihrem persönlichen Leben (noch) nie erreichen konnten. Diese Parteifreunde nehmen also ernsthaft in Anspruch, die anspruchsvollen Ziele der AfD mutig und standhaft zu vertreten und sich für notwendige Veränderungen in unserem Land einzusetzen? Ich müsste lauthals lachen, wenn es nicht so dramatisch wäre.

Dem Fass den Boden ausgeschlagen hat jetzt aber die Initiative unserer über ihren Ehemann gesteuerten Bundessprecherin, die die AfD jetzt endgültig politisch erledigen will, indem sie im Wahljahr 2017 eine völlig unnötige “Strategie-Entscheidung” auf die Agenda des Bundesparteitags in Köln setzt und dadurch die Partei bewusst spaltet. Der sensible Wähler quittiert das mit schlechten Umfrage- bzw. Wahl-Ergebnissen. Was soll dieser Blödsinn? Wir haben ein Grundsatzprogramm, in der Präambel ist alles beschlossen worden, was gemeinsamer Konsens ist. Und ich finde es wie viele andere Mitglieder sehr gut, dass wir in der Partei ein politisch wie personell breites und auch unterschiedliches Angebot haben. Aber eines müssen wir endlich verstehen: Wir sind keine politische Kraft, die mit den Altparteien zu kungeln oder zum aktuellen Zeitpunkt zu koalieren hat! Wer die Zukunft der Partei für vermeintliche “Minister-Pöstchen” einiger weniger skrupellos auf’s Spiel setzt, muss scheitern. Oder die Partei scheitert!

Wir müssen einheitlich zusammen stehen, nur so haben wir Erfolg! Allen Spaltern muss die Tür gewiesen werden. Das gilt gerade auch für Herrn Pretzell und seine Ehefrau.

Abschließend noch: Ich bin kein Petry-, Meuthen-, Gauland- oder Höcke-Fan – ich bin AfDler und im Zentrum steht für mich alles, was meinem Vaterland hilft, die politischen Fehlentwicklungen zu korrigieren und die aktuellen Probleme zu lösen. Bei politischen Lösungen gibt es für mich nur ein “richtig” oder “falsch” – egal, vom wem der Vorschlag kommt. Natürlich brauchen wir politische Köpfe. Aber die AfD darf nie abhängig werden von bestimmten Personen. Insbesondere dann, wenn diese Parteifreunde aus Eigeninteresse das Wohl der Gesamtpartei riskieren. Das darf nicht passieren! Und Herr Lucke ist in Essen zu Recht daran gescheitert.

Wenn sich der spalterische Ansatz von Frauke Petry durchsetzt, werde ich – wie auch viele andere Mitglieder – definitiv die Partei verlassen. Und zwar nicht, weil ich besonders “rechts” bin (ich würde mich als eher liberal-konservativ bezeichnen), sondern weil die Richtung der sog. “Realos” hin zu den Altparteien schlicht ein dummer Irrweg und der schleichende Tod der AfD ist.

Ich hoffe, unter den Delegierten in Köln ist noch ein Rest an Intelligenz, Weitsicht und gesunder Menschenverstand vorhanden: Lasst uns das Bundestagswahl-Programm entscheiden und zusammen rücken! Weitreichende Entscheidungen der Partei – wie auch die anstehende Neuwahl des Bundesvorstands – sind immer vom obersten Souverän, den Mitgliedern, zu entscheiden und nicht von einer kleinen, wie auch immer gewählten Gruppe ausgesuchter Delegierter!

Mit freundlichen Grüßen

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